SCHAU MIR IN DIE AUGEN!

Mit Blickkontakt geht’s einfach besser im Straßenverkehr: Wenn wir einander direkt ansehen, können wir einander auch verstehen. Es kommt auf den Augenblick an, damit wir alle sicher unterwegs sein können. Besonders wichtig sind daher der Schulterblick vor dem Spurwechsel oder Abbiegen, das Links-Rechts-Links-Schauen vor dem Queren einer Straße oder der Blickkontakt in Begegnungszonen und auf gemischten Verkehrsflächen.
Nehmen wir aufeinander Rücksicht und schenken wir unserem Gegenüber einen Augenblick: Der Blickkontakt schafft viele Missverständnisse aus dem Weg … und zaubert auch einmal ein Lächeln in unser Gesicht!

AKTIV BEWEGEN

Wir sind täglich unterwegs – zur Arbeit oder zur Schule, zum Einkaufen oder zur Freundin, und manchmal auch einfach nur so zum Frischluft-Schnappen. Aktive Mobilität, also Zufußgehen, Radfahren, Scooterfahren, gewinnt an Bedeutung. Und das ist gut so: Denn so tut man etwas für die Gesundheit und schützt das Klima. Auch der öffentliche Verkehr nimmt Aufschwung und neben Einsatzfahrzeugen, Müllabfuhr oder Baufahrzeugen sind zusätzlich Straßenbahnen, Busse und Züge gemeinsam mit dem Privatverkehr auf den Straßen unterwegs.
Je mehr verschiedene Verkehrsmittel aufeinandertreffen, umso wichtiger ist auch die Rücksichtnahme. Ob im Bus, im Auto, auf dem Fahrrad oder beim Joggen – es ist der Augenblick, der zählt.

Unsere Mobilität wird vielfältiger – unterwegs mit dem Leih-E-Scooter

Vor allem in größeren Städten prägen E-Scooter bereits das Mobilitätsgeschehen. Zunehmend interessieren sich auch kleinere Gemeinden und Städte für dieses zusätzliche Mobilitätsangebot. Dabei ergeben sich jedoch viele Fragen hinsichtlich Betrieb und Verkehrssicherheit. In einem von Radland NÖ initiierten Pilotprojekt werden, in Kooperation mit dem KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit), die vielfältigen Aspekte dieses modernen und immer beliebteren Verkehrsmittels evaluiert. Für einen Testbetrieb von vorerst 12 Monaten kann das bereits in zahlreichen Städten erfolgreich installierte Leih-E-Scooter System von TIER Mobility demnächst in Gänserndorf und Kirchberg am Wagram getestet werden.

VERTRAUEN UND RÜCKSICHTNAHME

Wie wichtig die gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr ist, sehen wir schon an unserer Straßenverkehrsordnung. Sie sorgt dafür, dass das Aufeinandertreffen im mobilen Alltag möglichst reibungslos funktioniert. Teil der Straßenverkehrsordnung ist auch das sogenannte „Gebot der Rücksichtnahme“, das seit 2011 den Paragrafen zum Vertrauensgrundsatz einleitet. Es ist der Augenblick, der entscheidet: Indem wir aufeinander Rücksicht nehmen, den Blickkontakt suchen und uns in die Lage unseres Gegenübers versetzen, können wir Gefahrensituationen entschärfen.

UNSERE MASSNAHMEN IM ÜBERBLICK:

Pilotprojekt in Perchtoldsdorf beweist: Farbige Markierungen verbessern Verkehrssicherheit und Geschwindigkeitsanpassung

Das Pilotprojekt „Mehr Farbe für mehr Achtsamkeit“, initiiert von Radland Niederösterreich und umgesetzt vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), hat in der Gemeinde Perchtoldsdorf vielversprechende Ergebnisse erzielt. Durch farbige Straßenraumgestaltung an zwei definierten Standorten konnte erstmalig österreichweit wissenschaftlich untersucht und belegt werden, dass einfache Maßnahmen, wie farbige geometrische Markierungen eine Verbesserung der Verkehrssicherheit bewirken können.

Alle Details zum Projekt und die Ergebnisse finden Sie im Leitfaden „Mehr Farbe für mehr Achtsamkeit

Die Grundschulzeit ist ein sehr wichtiger Zeitraum, um Kinder für die Themen rund um aktive Mobilität und Verkehrssicherheit zu sensibilisieren. Mit der KFV Unterrichtsmappe „Mit Risi & Ko unterwegs“ für VolksschulpädagogInnen werden im Rahmen dieser NÖ-Verkehrssicherheitskampagne umfangreiche Materialien für die Verkehrs- und Mobilitätsbildung allen 643 Volksschulen in Niederösterreich unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Die rund 200 Seiten starke Unterrichtsmappe soll PädagogInnen bei der Vorbereitung und Gestaltung der Verkehrs- und Mobilitätsbildung unterstützen. Die zeitgemäß gestalteten Unterlagen sind den Entwicklungsstufen und spezifischen Herausforderungen der jeweiligen Altersklasse angepasst. Abgestimmt auf den Lehrplan stehen in der 1. und 2. Schulstufe daher die Themen „Sicherer Schulweg“ und „Zufußgehen“ im Mittelpunkt. In der 3. und 4. Schulstufe werden diese um die Themenbereiche „Soziales und sicheres Verhalten“, „Radfahren“, „Öffentliche Verkehrsmittel“ sowie „Mobilität und Umwelt“ erweitert. Die Inhalte werden mit Hilfe der Comicfiguren Risi, Hugo, Keule, Theo und Lila vermittelt, deren unterschiedliche Charaktertypen ein hohes Maß an Wiedererkennung ermöglichen. Gemeinsam mit den Kindern wachsen auch die Identifikationsfiguren heran, erweitern ihre Fähigkeiten, Kenntnisse sowie den Mobilitätsradius und erleben neue Herausforderungen. Unterrichtsmaterialien in Form von Comics, Arbeitsblättern oder kleinen Spielen unterstützen die anschauliche Umsetzung der Themen im Unterricht.

Passend zu der Unterrichtsmappe für PädagogInnen „Mit Risi & Ko unterwegs“ wurde in Zusammenarbeit mit dem KFV ein 12-seitiges SchülerInnen-Elternheft speziell für alle SchülerInnen der ersten Klasse entwickelt, das einerseits mit Rätseln und Wimmelbildern den Kindern spielerisch die Möglichkeit bietet, sich mit dem Thema Sicherheit und Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu beschäftigen und andererseits themenbezogene Informationen für die Erziehungsberechtigten enthält.

Dabei geht es nicht nur darum, verschiedene Aspekte der Verkehrssicherheit kindgerecht zu vermitteln, sondern es wird auch die große Bedeutung des Zufußgehens für Kinder in Bezug auf ihre körperliche, geistige und soziale Entwicklung unterstrichen. Das Heft informiert dazu beispielsweise über den „SchulGehBus“ sowie die „Elternhaltestelle“ – zwei bereits erprobte und erfolgreiche Initiativen, wie der Schulweg von VolksschülerInnen aktiv und sicher gestaltet werden kann.

Die Inhalte werden hier analog zur Gestaltung der Unterrichtsmappe ebenfalls mithilfe der sympathischen Comicfiguren Risi, Hugo, Keule, Theo und Lila vermittelt, deren unterschiedliche Charaktertypen ein hohes Maß an Wiedererkennung ermöglichen.

Aktive Mobilität – zu Fuß und per Fahrrad – ist die Grundlage unseres Unterwegsseins und muss deshalb früh genug gefördert werden. Schritt für Schritt und Tritt für Tritt werden wertvolle Lebenskompetenzen wie Risikobewusstsein, Koordination und Orientierung erworben. Damit wird auch ein wichtiger Beitrag zur eigenen Gesundheit und zum Schutz der Umwelt geleistet.

Für eine gelingende Teilnahme von Kindern am Straßenverkehr ist jedoch grundlegendes Wissen und das Erwerben entsprechender Fähigkeiten von entscheidender Bedeutung. PädagogInnen obliegt im Rahmen der Verkehrs- und Mobilitätsbildung die wichtige Aufgabe, die Kinder dort abzuholen, wo sie im Wissensstand stehen und ihnen das Rüstzeug mitzugeben, welches sie für die sichere Teilnahme im Verkehr benötigen: Achtsamkeit, Orientierung, Wissen um Regeln und Risiken.

Um die PädagogInnen der Primarstufe über die aktuellsten Themen in der Verkehrs- und Mobilitätsbildung zu informieren, hat am 14. März 2023 eine halbtägige Online-Weiterbildungsveranstaltung zum Thema Kinder sicher mobil stattgefunden. BildungsexpertInnen liefern Hintergrundwissen sowie konkrete Handlungsempfehlungen und stellen neue Aktionen und Workshops für Schulen vor.

Dank der Kooperation mit dem ÖAMTC werden zukünftig erstmals in Niederösterreich sogenannte „Spazierraupen“ für mehr Sicherheit für unsere Kindergartenkinder sorgen. Damit können auch unsere Jüngsten bei Ausflügen noch sicherer unterwegs sein.

Ausflüge und Spaziergänge sind für unsere Kindergartenkinder ein besonderes Abenteuer. Gleichzeitig stellen sie KindergartenpädagogInnen vor eine große Herausforderung: Denn ist das sichere Kindergartengelände erst einmal verlassen, haben die Kinder Verkehrsregeln und das richtige Verhalten im Straßenverkehr oft schnell vergessen. Zu groß sind die Aufregung und die Ablenkungen im Straßenverkehr. Auch das Gefahrenbewusstsein der jungen VerkehrsteilnehmerInnen muss erst nach und nach im Verkehrsunterricht geschärft werden bzw. entwickelt sich mit zunehmendem Alter.

Die „Spazierraupe“ ist eine wertvolle Unterstützung für KindergartenpädagogInnen. Ausgestattet mit zehn Haltegriffen sorgt sie dafür, dass die Kinder beim gemeinsamen Spaziergang auch tatsächlich wie geplant zusammenbleiben und so beispielsweise sicher unübersichtliche Kreuzungsbereiche überqueren können. Die verwendeten reflektierenden Materialien tragen zusätzlich zu mehr Sichtbarkeit in der dunklen Jahreszeit bei. Die „Spazierraupen“ sind für niederösterreichische Kindergärten und Sonderschulen kostenlos und können hier bestellt werden, solange der Vorrat reicht.

Seit vielen Jahren werden für Volksschulen in Niederösterreich sogenannte Schulwegpläne erstellt. Ein Schulwegplan bildet die möglichen Wege im Schulumfeld ab und dient den Eltern und Kindern als Grundlage zum Üben des Schulweges.

Bei weiterführenden Schulen steigt oft die Entfernung zur Schule. Kinder und Jugendliche nutzen dadurch häufiger öffentliche Verkehrsmittel, um zur Schule zu gelangen. Im Sinne der Förderung aktiver Mobilität sollen die 10 bis 14-Jährigen jedoch in die Lage versetzt und ermutigt werden, mit dem Fahrrad zur Schule bzw. zur Haltestelle von Bus oder Bahn zu fahren. Mit diesem im Rahmen dieser NÖ-Verkehrssicherheitskampagne geförderten Pilotprojekts werden verkehrssichere Wege zur Schule aufgezeigt oder empfehlenswerte Überquerungsstellen sowie Gefahrenstellen markiert.

Im Zuge dieses Pilotprojekts werden „Rad-Schulwegpläne“ in Gemeinden und Städten unterschiedlicher Größe und mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen erstellt werden. Die Auswahl der Pilotgemeinden erfolgte auf Basis bestimmter sachlicher, vordefinierter Kriterien. Das Projekt wird in enger Abstimmung mit den ausgewählten Städten und Gemeinde – Klosterneuburg, Tulln, Retz, Schweiggers und Scheiblingkirchen-Thernberg – durchgeführt. Ebenso involviert sind Eltern, SchulvertreterInnen, PolizistInnen und selbstverständlich die VerkehrssicherheitsexpertInnen des KFV sowie nach Möglichkeit VertreterInnen der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA). Die Erfahrungen, die bei der Erarbeitung dieser „Rad-Schulwegpläne“ gewonnen werden, sollen auch dazu dienen, daraus mögliche Kriterien für die Durchführung künftiger „Rad-Schulwegpläne“ abzuleiten.

2022 profitierten bereits mehr als 8.000 niederösterreichische SchülerInnen von unterschiedlichsten Workshop- und Kursformaten zum Thema Radfahren, welche vom Land Niederösterreich seit vielen Jahren unterstützt und finanziert werden. Im Sinne der Verkehrssicherheit ist die Vermittlung entsprechender Fähigkeiten und Kompetenzen für das sichere Radfahren im Verkehr besonders wichtig. Daher wurden im Rahmen dieser NÖ-Verkehrssicherheitskampagne einige Kursformate aufgestockt und werden heuer verstärkt angeboten.

Der Schwerpunkt wurde dabei unter anderem auf die beliebten Radreparaturworkshops für die 10- bis 19-jährigen SchülerInnen gelegt. Unter fachkundiger Anleitung lernen sie anhand einiger Handgriffe die Fahrtüchtigkeit ihres eigenen Fahrrades wiederherzustellen. Dabei wird den SchülerInnen auch vermittelt, wie ein verkehrstüchtiges Rad ausgestattet sein muss. Denn ein gut gewartetes Rad mit funktionstüchtigen Bremsen trägt viel zum sicheren Unterwegssein im Verkehr bei.

Weitere Informationen zu diesem Angebot finden Sie unter: https://niederoesterreich.klimabuendnis.at/bildung-5-bis-8-schulstufe/bike-checker-5-13-schulstufe

Auch das sichere und verantwortungsbewusste Unterwegssein im Verkehrsraum will trainiert werden. Daher wird das Angebot an entsprechenden Radkursen für 10 bis 12-jährige SchülerInnen ebenfalls verdichtet. Dabei werde die SchülerInnen einen Vormittag lang von zertifizierten RadfahrlehrerInnen betreut, setzen sich im theoretischen Teil des Kurses mit dem guten Miteinander im Straßenverkehr und den Vorteilen aktiver Mobilität auseinander und setzen im praktischen Teil ihre fahrtechnischen, kommunikativen und kooperativen Kompetenzen bei Ausfahrten in den Verkehrsraum um.

Weitere Informationen zu diesem Angebot finden Sie unter: https://www.schulterblick.at/kursangebote/filter-kalender-schulklassen-noe/

Aber nicht nur Kinder und Jugendliche sollen sicher am Rad unterwegs sein. Dasselbe gilt in besonderem Maße auch für SeniorInnen. Aus diesem Grund wurde das bereits 2021 begonnene Pilotprojekt zu Radfahrkursen speziell für diese Altersgruppe, in Zusammenarbeit mit der Erwachsenenbildungseinrichtung Bildung hat Wert (BhW), auch 2022 weitergeführt und ausgebaut. Im Zentrum dieser 90-minütigen Kurse können SeniorInnen in Kleingruppen von bis zu 5 Personen unter persönlicher fachlicher Anleitung ihre Fähigkeiten prüfen und erweitern.

Weitere Informationen zu diesem Angebot finden Sie unter: https://www.bhw-n.eu/aktuelles/news-detail/artikel/erneut-kurse-fuer-senior-innen-sicheres-radfahren-in-strassenverkehr

Für einen Testbetrieb von vorerst 12 Monaten kann das bereits in zahlreichen Städten erfolgreich installierte Leih-E-Scooter System von TIER Mobility demnächst in Gänserndorf und Kirchberg am Wagram getestet werden.

In einem Pilotprojekt mit Radland NÖ und dem KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) werden zahlreiche Aspekte dieses modernen und immer beliebteren Verkehrsmittel evaluiert. Dabei wird dem Thema der Verkehrssicherheit besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Denn immer mehr niederösterreichische Gemeinden interessieren sich für ein E-Scooter-Verleihsystem als ergänzendes Mobilitätsangebot, um für die zahlreichen kurze Wege – beispielsweise für den Weg von bzw. zur Bahn/Busstation – eine Alternative zum PKW, anzubieten. Die Installation eines Verleihangebotes stellt besonders kleinere Städte und Gemeinden oftmals vor Fragen rund um Anzahl der E-Scooter, Ort der Stellplätze, den Kosten für die Errichtung und laufenden Betrieb aber auch hinsichtlich der Verkehrssicherheit rund um die E-Scooter. Ziel des Pilotprojekts ist es, einen umfassenden Leitfaden zur Unterstützung von Gemeinden, die an einem E-Scooter-Verleihsystem interessiert sind, zu erstellen.

Mehr Infos zum Projekt unter

MIT RÜCKSICHT BESSER ANKOMMEN:

§ 3. VERTRAUENSGRUNDSATZ

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme […].

MIT RÜCKSICHT BESSER ANKOMMEN:

  • Blickkontakt und Handzeichen nutzen
  • Auf gemischten Verkehrswegen besonders gut aufpassen
  • Ablenkung durch Smartphone, etc. vermeiden
  • Schulterblick vor dem Aussteigen, dem Abbiegen etc.
  • Vorrang nicht erzwingen
  • Auf ausreichenden Abstand achten
  • Licht einschalten, Helm aufsetzen
  • Rad- und Schutzwege nicht verparken
  • Im Dunkeln auf Sichtbarkeit achten
  • Besondere Rücksicht auf ältere Personen und Kinder

FAKTEN:

  • + Die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher
    fahren täglich rund 1,34 Millionen Kilometer mit dem Rad.
  • + 73 % der Wege erledigen wir zu Fuß.
  • Ablenkung ist die Unfallursache Nummer eins.
  • Viele Menschen würden gerne mehr Rad fahren oder
    zu Fuß gehen, aber sie sorgen sich um ihre Sicherheit.

KONTAKT

Radland GmbH
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